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Health Service Center - Wiener Privatklinik
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OA. Dr. Mark Schurz Unfallchirurg & Sporttraumatologe

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Methoden & Therapien - Sprunggelenk Arthroskopie des Sprunggelenks von OA. Dr. Mark Schurz in Wien

Knorpelschaden Sprunggelenk

Ursache:

Am Sprunggelenk tritt ein Knorpelschaden häufig durch Subluxationstraumen, also durch das „Umkippen“ des Sprunggelenkes auf. Dadurch kommt es zu Schäden des Knorpels an den Kanten des Sprungbeines. Diese Schäden sind traumatisch bedingt.

Weiters können Knorpelschäden auf degenerativer (abnutzungsbedingt) Basis entstehen.

Eine Sonderform stell die OCD- Osteochondrisis dissecans dar, die einen stadienhaften Verlauf hat und unter anderem spontan entstehen kann. Hierbei handelt es sich um ein schleichendes Absterben des Knorpelgewebes durch Unterversorgung und/oder Überbelastung.

Prognose:

Besteht ein Schaden am Knorpel, so hat dieser eine sehr schlechte Spontanheilungstendenz, wodurch sich das Schadensausmaß in der Regel mit der Zeit vergrößert und die Beschwerdesymtomatik zunimmt. Isolierte Knorpelschäden können sich vergrößern, wodurch sich sukzessive eine Arthrose ausbildet.

Diagnose:

Die Diagnose wird primär klinisch (Schmerzen) und nativradiologisch (Röntgen) gestellt, eine Magnetresonanztomographie (mit knorpelspezifischen Sequenzen) ist unbedingt nötig.

Lokalisation:

Häufige Lokalisationen von isolierten Knorpleschäden sind:

  • Kniegelenk und Kniescheibe
  • Sprunggelenk
  • Hüftgelenk
  • Schultergelenk
  • Handgelenk
  • Ellbogengelenk

Therapie:

Konservativ kann ein Knorpelschaden mit Hyaluronsäureinjektionskuren und entlastende Maßnahmen, sowie in speziellen Fällen mit Infusionstherapien behandelt werden.

Operativ gibt es mehrere Möglichkeiten. Es muss je nach Defektausmaß, Beschaffenheit und Lokalisation entschieden werden, welches Verfahren geeignet ist.

Fragmentrefixation:

Abgescherte größere Knorpelfragmente können mittels Schrauben oder Pins fixiert werden.

Defektanbohrung:

 Durch die Anbohrung (Pridie Bohrung, Mikrofrakturierung) des freiliegenden Knochens gelangen pluripotente Stammzellen an die Oberfläche, bilden einen Blutkuchen (Blood Clot), woraus sich ein Ersatzfaserknorpel bilden kann. Der Eingriff kann arthroskopisch erfolgen, postoperativ muss das Gelenk entlastet werden.


Knorpelschaden Sprunggelenk

Mosaikplastik (OATS=osteochondral autologous transplantation):

Bei dieser Methode wird das defekte Knorpelareal mit einer Zylinderstanze entfernt und mit einem Knorpel-Knochen Zylinder entsprechender Größe ersetzt. Dieser wird aus einem randständigen Areal des Knorpelbelags entnommen, der wenig belastet und benötigt wird. Der Eingriff kann ebenfalls arthroskopisch durchgeführt werden, das Gelenk muss postoperativ entlastet werden.


Knorpelschaden Sprunggelenk

Alternativ können künstliche Knorpelzylinder verwendet werden – BioCartilage.


Knorpelschaden Sprunggelenk

Knorpelzelltransplantation:

Um Knorpel transplantieren zu können, muss in einem primär arthroskopischem Eingriff eine Biopsie entnommen werden, woraus über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen körpereigener Knorpel gezüchtet wird. Dieser wird in einer sekundären Operation in den Knorpeldefekt implantiert. Postoperativ muss das Gelenk ruhiggestellt und entlastet werden.

Achillessehnenruptur

Die Achillessehne kann beim Sport, aber auch bei Alltagsbewegungen reißen. Vorschäden an der Sehne, sowie chronische Entzündungen schwächen das Sehnengewebe und begünstigen die Rupturwahrscheinlichkeit.

Die frische Achillessehnenruptur  wird bei aktiven PatientInnen operativ versorgt, da sich durch einen minimalen Eingriff eine anatomische Rekonstruktion durchführen läßt. Meist handelt es sich dabei um eine direkte Naht.


Achillessehnenruptur Achillessehnenruptur

Postoperativ ist eine spezielle Orthese für 6-8 Wochen zu tragen, die nur für physiotherapeutische Übungen abgenommen wird.


Achillessehnenruptur

Veraltete Rupturen können ebenfalls rekonstruiert werden, jedoch ist nicht in allen Fällen eine direkte Naht möglich. Oft liegt ein Sehnendefekt vor, der durch eine Sehnenverlängerug behoben werden muß.

Achillodynie

Als Achillodynie wird die chronische Entzündung der Achillessehne bezeichnet.

Ursache:

Chronische Überlastung, repetitive Bewegungen

Diagnose:

Die Diagnose wird klinisch, sowie mittels Ultraschall und Magnetresonanztomographie gestellt.

Therapie:

Die Therapie erfolgt primär konservativ. Durch medikamentöse Behandlung mit entzündungshemmenden Tabletten und Cremen, sowie Physiotherapie, dem richtigen Schuhwerk, kann der Reizzustand behoben werden. Zusätzlich werden über den Bandagisten Fersenkeile zur Entlastung der Achillessehne angeraten.

Infiltrationen mit Corticosteroiden sollten unterbleiben und nur in ausnahmefällen ausgeführt werden. Eine Infiltrationskur mit ACP ist erfolgsversprechend.

Endoskopische Operation der Achillessehnenentzündung werden bei anhaltenden Beschwerden durchgeführt. Hierbei wird zur Entlastung der Sehne die äußere Sehnenhaut (Peritendineum) gespalten, wodurch die Entzündung abheilen kann.

Bänderriß Sprunggelenk

Akute Verletzung

Eine der häufigsten Verletzungen stellt die Sprunggelenkszerrung bzw. der Sprunggelenksbänderriss dar.
Durch Umknicken mit dem Fuß und Sprunggelenk nach innen kommt es entweder zu einer Zerrung der Bandstrukturen (Distorsio articulatio talocruralis) oder zu einem Bändereinriss oder zu einer Totalruptur der Bandstrukturen (Subluxatio tali suppinatorium).

Die reine Sprunggelenkszerrung wird klinisch diagnostiziert. Es zeigt sich eine schmerzhafte Verschwellung des Sprunggelenkes bei stabilen Gelenksverhältnissen. Die Bandstrukturen sind überdehnt, jedoch in ihrer Kontinuität erhalten.
Die Röntgenuntersuchung ist obligat, um eine knöcherne Verletzung ausschließen zu können.

Diese Verletzungsform kann konservativ behandelt werden, wobei eine Schienung für 4-6 Wochen verordnet wird. Begleitend sollte eine physikalische Therapie durchgeführt werden, um die aussenbandverstärkende Muskulatur (Musculus peronaeus longus et brevis) zu stärken, sowie das Gelenk zu mobilisieren.

Liegt eine Bandruptur vor, so wird diese auch klinisch diagnostiziert. Es sollte zur weiteren Abklärung des Verletzungsausmaßes, neben der Röntgenuntersuchung, eine Magnetresonanztherapie durchgeführt werden. Dabei können auch Zusatzverletzungen, wie z.B. Knorpelschäden, abgeklärt werden.

Abhängig von der klinisch festgestellten Instabilität muss entschieden werden, ob ein konservatives Vorgehen mit 6-wöchiger Schienenbehandlung, oder ein operatives Vorgehen indiziert ist. Bei der operative Therapie werden die zerrissenen Bandstrukturen mit Nähten adaptiert, um nach Ausheilen stabile Sprunggelenksverhältnisse erzielen zu können. Eine begleitende physikalische Therapie ist in beiden Fällen unerlässlich.

Chronische Instabilität

Liegt eine chronische Bandinstabilität des Sprunggelenkes vor, die auf physikalisch-therapeutische Stabilisierung keine Besserung findet, so sollte man bei aktiven PatientInnen eine operative Stabilisierung durchführen.

Zuvor ist eine radiologische Abklärung mittels Standardröntgen, gehaltenen Röntgenaufnahmen im Seitenvergleich, sowie eine Magnetresonanztomographie durchzuführen. Liegt bereits ein knöcherner Defekt vor ist eine zusätzliche Computertomographie sinnvoll.

Bei der operativen Behandlung wird mit einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung)

Begonnen, um Knorpelschäden erkennen und therapieren zu können. Die weitere  Stabilisierung ist abhängig vom Schweregrad der Instabilität. In manchen Fällen reicht eine Mobilisierung und direkte Naht der gerissenen Bandstrukturen in „mini-open“ Technik (Broström Operation),


Akute Verletzung

in schwerwiegenden Fällen muss eine Bandersatzplastik mit Sehnentransplantat durchgeführt werden (Watson Jones OP).


Akute Verletzung

Eine postoperative Ruhigstellung ist in einer Spezialorthese nötig, die nur für physiotherapeutische Übungen abgenommen wird.


Bänderriß Sprunggelenk

Hallux valgus

Fehlstellungen im Bereich der Zehen treten  gehäuft ab dem mittleren Lebensalter auf und sorgen, neben einer ausgeprägten Schmerzsymtomatik, oft auch für ein ästhetisches Problem.

Fehlstellung im Bereich des Grosszehengrundgelenkes mit Abweichung nach außen, wodurch es innenseitig über dem Gelenk zu einer Schwielenbildung und einer Fehlbelastung kommt. Je nach radiologischem Ausmaß der Fehlstellung und Zustand des Großzehengrundgelenkes wird die entsprechende operative Therapie gewählt, um die Achsabweichung zu neutralisieren.

Die operative Therapie richtet sich nach dem Grad der Fehlstellung und dem Zustand des Großzehengrundgelenkes (Arthrose ja/nein).

Operative Verfahren sind:

  • Chevron OP
  • Scarf Osteotomie
  • Lapidus OP
  • Brandes OP
  • Arthrodese OP

Hallux valgus

Hammerzehen

Hammer- und Krallenzehen:

Bei den Hammerzehen handelt es sich um eine isolierte maximale Beugung des Zehs im Endgelenk, Krallenzehen zeichnen sich durch eine Überstreckung des Grundgelenks bei gebeugtem Mittel- und Zehenendgelenk aus. Oft stehen diese Krankheitsbilder in Zusammenhang mit einem Hallux valgus.
Konservativ kann im Anfangsstadium therapiert werden (Einlagen, Tape, etc.). Kann damit kein ausreichender Erfolg erzielt werden, so muss operativ interveniert werden. Dabei wird, je nach dem individuellem klinischen Bild, ein entlastender Eingriff am Knochen (Operation nach Hohmann) oder an den Sehnen durchgeführt.


Hammer- und Krallenzehen:

Metatarsalgie

Schmerzsyndrom im Bereich der Fußsohle (Zehenballen) über den Köpfchen der Mittelfußknochen. Einlagen können Linderung verschaffen. Hilft dies nicht ausreichend, so muss der betroffene Knochen operativ verkürzt werden, um den Druck auf die Fußsohle zu verringern.

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