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Health Service Center - Wiener Privatklinik
Lazarettgasse 25, A-1090 Wien Tel.: 0676 / 97 400 49

OA. Dr. Mark Schurz Unfallchirurg & Sporttraumatologe

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Methoden & Therapien - Knie Ihr Spezialist für Knieoperationen und Knieverletzungen

Meniskuschirurgie

Meniskusruptur - Meniskusschaden

Kurze Anatomie

Der Meniskus befindet sich im Kniegelenk, wobei ein Innen- und Außenmeniskus vorhanden ist.
Die Menisci liegen seitlich im Kniegelenkes zwischen Ober- und Unterschenkel dem Knorpelüberzug direkt an und bestehen aus elastischem Faserknorpel, der sich den Bewegungen des Kniegelenks anpassen kann.

Anatomie:

Der Innenmeniskus (Meniskus medialis) hat ein „halbmondförmiges“  Aussehen und ist im Gegensatz zum Außenmeniskus fest mit der Gelenkkapsel und dem Innenband verwachsen. Dadurch steigt die relative Verletzungsanfälligkeit des Innenmeniskus. Außenrotationsbewegungen des Unterschenkels belasten den Innenmeniskus, Innenrotationsbewegungen entlasten ihn.
Der Außenmeniskus ist der Form nach C-förmig und im Vergleich zum Innenmeniskus nur eingeschränkt mit der Gelenkskapsel verwachsen, zum äußeren Seitenband hat er keinen direkten Kontakt. Dadurch ist er mobiler und weniger verletzungsanfällig. Innenrotationsbewegungen des Unterschenkels belasten, Außenrotationsbewegungen entlasten den Außenmeniskus.
Der Meniskus wird in drei Teile eingeteilt. Man differenziert den vorderen Anteil (Vorderhorn oder Pars anterior), den mittleren Anteil (Pars intermedia) und den hinteren Anteil (Hinterhorn oder Pars posterior).

Ursache:

Meniskusrisse entstehen einerseits auf chronisch degenerativer Basis, andererseits akut traumatisch. Mischformen sind häufig, wobei es zu einem akut traumatischem Ereignis auf Basis einer chronischen Degeneration kommt.

Symptome:

Ist ein Meniskus gerissen, so kommt es zu einer mechanischen Blockade des Kniegelenkes, die unterschiedliche Ausmaße annehmen kann. Meist klagen Patienten über Schmerzen beim Abbeugen des Kniegelenkes im Bereich der inneren Kniekehle, beim „in die Hocke setzen“, sowie beim Sitzen im Schneidersitz. Kommt es zu einer Verlagerung eines gerissenen Meniskusanteiles im Kniegelenk, so kann dies zur völligen Gelenksblockade führen(Inkarzeration). Diese Rissform wird Korbhenkelruptur genannt (wobei der abgerissene Meniskus noch vorne und hinten Kontakt zur Basis hat). Rissprogressionen sind üblich, das heißt, dass einfache Risse sich unbehandelt in komplizierte wandeln können.

Diagnostik:

Die klinische Untersuchung ist bei Meniskusrupturen sehr aussagekräftig. Dabei werden Tests durchgeführt, die gezielt Druck und Scherkräfte auf bestimmte Meniskusstellen bringen, wodurch Läsionen exakt lokalisiert werden können. Die genaue Darstellung der Meniskusruptur erfolgt mittels Magnetresonanztomographie, weiters können Zusatzverletzungen wie Bandrupturen oder Knorpelschäden genauer evaluiert werden.
Oft ist eine Meniskusruptur durch einen blutigen Kniegelenkserguss begleitet, der sehr schmerzhaft sein kann und punktiert werden sollte.

Eine rasche Abklärung mittels klinischer Untersuchung und MRT, sowie die Einleitung der korrekten Therapie ist von großer Bedeutung, da nur so Folgeschäden verhindert werden können.

Therapie:

Ein symtomatischer Meniskuseinriss sollte operativ behandelt werden, da eine Selbstheilung bzw. ein Verwachsen des Risses nicht erfolgt. Während der Arthroskopie kann über 2 5mm messende Hautinzisionen das Ausmaß der Verletzung begutachtet werden.

Kapselnahe Risse bzw. Risse im durchbluteten Bereich des Meniskus können minimalinvasiv genäht werden.

Randständige (nicht durchbluteter Bereich) und degenerative Risse werden geglättet, um das mechanische Hindernis zu entfernen und eine anatomiegerechte Kontur wiederherzustellen.

Kleine Degenerationen bzw. Einrisse, die die Meniskusoberfläche nicht erreichen, können konservativ behandelt werden. Eine entsprechende physikalische Therapie ist erforderlich, um die Symptome zu lindern.


Meniskusrefixation – „State of the art“ Versorgung

Meniskusrefixation

Die Menisci spielen in der Kniegelenksbeweglichkeit eine entscheidende Rolle . Sie verteilen die Druckbelastung im Kniegelenk zwischen den Knorpeloberflächen homogen und mindern somit schädliche punktuelle Druckspitzen.
Ist der Meniskus frisch gerissen muss möglichst viel Substanz erhalten werden!
Mit speziellen Nahtankersystemen ist es möglich eine meniskuserhaltende Versorgung in rein arthroskopischer Technik durchzuführen. Postoperativ ist eine Schienenbehandlung nötig, deren Dauer je nach Rissgröße zwischen 2 und 6 Wochen variiert.

Durch die meniskuserhaltende arthroskopische Kniegelenkschirurgie können Folgeschäden (Arthrose) bedeutend reduziert werden.

REKONSTRUKTION STATT RESEKTION !


Meniskustransplantation – Meniskusersatz mit Collagen Meniskus Implant

Kollagenmeniskus in verschiedenen Größen für Innen- und Außenmeniskus

Meniskustransplantation

Die Meniskustransplantation kommt zum Einsatz, wenn ein verletzter Meniskus nicht mehr operativ rekonstruiert werden kann. Anstatt das beschädigte Meniskusgewebe nur zu entfernen wird ein Meniskustransplantat eingesetzt, das nach Einheilung die ursprüngliche Funktion übernimmt. Hierbei kann der ganze, sowie auch nur ein Teil des Meniskus ersetzt werden.


Wie funktioniert CMI?

 Wie funktioniert CMI?

CMI (Collagen Meniskus Implant) ist ein biologisches, resorbierbares Implantat mit poröser Struktur, das aus hoch gereinigtem Kollagen besteht.

Seine Form ist dem menschlichen Innen- und Außenmeniskus angepasst. Das Implantat wird bei der Operation auf die Defektgröße angepasst und stabil eingenäht. Dies geschieht arthroskopisch und minimalinvasiv über zwei kleine Inzisionen. Nach der Implantation dient das Transplantat als Gerüst für das Einwachsen körpereigener Zellen, die ein neues meniskusähnliches Gewebe entstehen lassen.
Das CMI ist nach ca. einem Jahr weitgehend abgebaut und durch körpereigenes Gewebe ersetzt.


OP-Technik:

Resezieren und debridieren der Defektzone

Resezieren und debridieren der Defektzone

Messen der Defektlänge

Messen der Defektlänge

Mikrofrakturierung und Aufrauhung der nativen Meniskusbasis

Mikrofrakturierung und Aufrauhung der nativen Meniskusbasis

Einbringen des trockenen Implantates in die Defektzone

Einbringen des trockenen Implantates in die Defektzone

All-inside Nähte

All-inside Nähte

Nachbehandlung:

Nach einer Meniskustransplantation ist es sehr wichtig das Nachbehandlungsprogramm genau einzuhalten!
Postoperativ muss eine Schiene getragen werden und das operierte Knie darf für 6 Wochen nur geringfügig belastet werden. Physiotherapie ist nötig. Mit Aufbausport kann 3 Monate ab der Operation begonnen werden. Sportliche Vollbelastungen sind 6 Monate nach der Operation erlaubt.

Kommt eine Meniskustransplantation für mich in Frage?

Wenn.....

..... der verletzte Meniskus nicht rekonstruiert werden kann.
..... ein intakter Meniskusrand vorhanden ist, um das Transplantat stabil einnähen zu
      können.
..... der Defekt ab ca. 25% der gesamten Meniskusfläche beträgt.
..... der Defekt in einer durchbluteten Zone liegt, um einheilen zu können.
..... keine fortgeschrittene Gelenksabnutzung (Arthrose) vorliegt
..... keine gravierende Beinachsenfehlstellung vorliegt. Diese müsste korrigiert werden.
..... keine Bandinstabilitäten vorliegen. Diese müssten behoben werden.
..... der Patient motiviert ist das Rehabilitationsprogramm durchzuführen.



Für weitere Informationen und persönliche Beratung wenden Sie sich bitte an OA. Dr. Mark Schurz.
Online finden Sie Information unter: www.ivysportsmed.com


Ivy Sports Medicine

Kreuzbandchirurgie

„All Inside“-VKB-Plastik bei Knieverletzungen

OA. Dr. Mark Schurz, Ihr Spezialist für Knieoperationen in Wien, setzt bei Knieverletzungen auf „All Inside“-VKB-Plastik – die moderne minimalinvasive OP-Methode bei Kreuzbandrissen.

Zum Artikel im Fachmagazin Jatros

Die Fortschritte der Medizintechnik haben es ermöglicht, die Technik der Kreuzbandplastik zu verbessern und noch minimalinvasiver werden zu lassen. Ihr Spezialist für Knieoperationen verwendet hierbei ein spezielles Bohr- und Fixationssystem, das ein Höchstmaß an Stabilität erzeugt und dabei das Operationstrauma bei Knieverletzungen auf ein absolutes Minimum  reduziert.

Was heißt das konkret?

  • Es muss nur noch eine Sehne anstatt zwei zur Kreuzbandrekonstruktion entnommen werden, da das Sehnenmaterial effizienter verwertet wird.
  • Ihr Spezialist für Knieoperationen bohrt den Knochenkanal von der Kniegelenksinnenseite nach außen, so dass die empfindliche Beinhaut (Periost) nur noch minimal geschädigt wird. Dafür wird der sogenannte Flipcutter von Arthrex verwendet. Dadurch werden bei Knieverletzungen postoperative Schmerzen drastisch reduziert und die sofortige Kniegelenksbeweglichkeit gefördert.
  • Mit der neuen Fixationsmethode wird durch ein flaschenzugartiges System ein Maximum an Stabilität erreicht. Ein 360-Grad-Kontakt zwischen Kreuzbandtransplantat und Knochenkanal sorgt dabei für ein optimales Einheilverhalten. Ihr Spezialist für Knieoperationen verwendet ein Implantat mit dem Namen "TightRope System von Arthrex".
  • Bei dieser Methode sind nur noch minimalste Hautinzisionen (zwei Stichinzisionen und ein Drei-Zentimeter-Schnitt) notwendig, um die Operation durchzuführen, wodurch das ästhetische Ergebnis ebenfalls verbessert wird.
  • Kindliche Kreuzbandverletzungen können wachstumsfugenschonend operiert werden.

Ihr Spezialist für Knieoperationen – Erfahrungen mit „All Inside“-VKB-Plastik.
Ihr Spezialist für Knieoperationen, OA. Dr. Mark Schurz, hat diese minimalinvasive Technik gelernt und bereits hundertfach  erfolgreich bei Knieverletzungen angewendet!

Diese Technik ist erst seit wenigen Jahren  in Österreich auf dem Markt, in den USA ein bereits etabliertes Verfahren.
OA. Dr. Mark Schurz ist österreichweit einer der führenden Sporttraumatologen auf dem Gebiet der „all inside“ Versorgungsmethode bei Kreuzbandverletzungen.

Die Post-OP-Ergebnisse bei Knieverletzungen sprechen für sich: Patienten, die der Spezialist für Knieoperationen minimalinvasiv mit der "All Inside"- Kreuzbandplastik versorgt hat, haben bedeutend weniger Schmerzen, sind schneller mobil und haben eine geringere Schwellneigung.


Knieverletzung

Kreuzbandriss

Der Kreuzbandriss stellt eine schwere Verletzung des Kniegelenkes dar, wobei es sich zumeist um die Ruptur des vorderen Kreuzbandes handelt. Das hintere Kreuzband weist eine stärkere Struktur auf und wird weniger leicht verletzt.

Die Kreuzbänder befinden sich im Zentrum des Kniegelenkes und ermöglichen eine korrekte und geführte Bewegung, indem sie den Ober- zum Unterschenkelknochen bei jeder Lage optimal zueinander verspannen.

Ursache:

Kreuzbandrisse entstehen häufig  bei Sportarten mit schnellen Richtungswechsel, „Stopp and Go“ Sportarten, wie Fussball, Tennis, Squash, Handball, Volleyball, oder aber bei Sportarten mit hoher äußer Krafteinwirkung und/oder Geschwindigkeit, wie Schifahren, Eislaufen oder Rugby.


Kreuzbandriss Kreuzbandriss

Symptomatik:

Kommt es zu einem Riss eines oder beider Kreuzbänder resultiert eine unkoordinierte Kniegelenkskinematik. Dies äußert sich durch eine unnatürliche Kniegelenkseweglichkeit, wobei der Schienbeinkopfes unkontrolliert nach vorne rutscht.
Dieses Phänomen wird Tibiavorschub genannt und führt dazu, dass Patienten über Instabilität klagen, die in Form von „giving way Attacken“ auftritt. Das Knie gibt keinen Halt mehr und „rutscht bei Bewegung weg“.

Diese Instabilität tritt sofort nach der Verletzung auf, wird meist jedoch erst bemerkt, wenn das Bein wieder einigermaßen belastet werden kann.

Bedingt durch den Ausfall des vorderen Kreuzbands ist die Funktion der sekundären Stabilisatoren gestört, Gelenkkapsel, Seitenbänder, hinteres Kreuzband, Muskulatur und Menisken werden vermehrt beansprucht, um den Schienbeinvorschub zu bremsen. Dadurch kommt es zu einer Überdehnung/Überbelastung der restlichen Bandstrukturen.

Bei anhaltenden „giving way Attacken“ kommt es zu Knorpel- und Meniskusschäden, u. a. dadurch bedingt, dass der Knorpel und die Menisken einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt sind.

Eine höhere Belastung bedeutet eine frühzeitige Abnutzung mit Ausbildung einer posttraumatischen Arthrose, die in jeder Altersstufe auftreten kann. Begleitende Verletzungen der Menisken und des Knorpels potenzieren das Risiko einer Arthrose.

Eine rasche Abklärung der Verletzung sowie eine exakte Diagnostik sind von äußerster Bedeutung, um häufige Begleitschäden (Seitenbandriss, Meniskusschäden, Knorpelschäden) zu erkennen und sofort therapieren zu können.

Diagnose:

Der vordere und hintere Kreuzbandriss wird durch klinische Tests diagnostiziert (Lachman- und Pivot-shift Test), die Magnetresonanztomographie (MRT) wird routinemäßig zur Diagnoseverifikation durchgeführt. Weiters können durch die MRT Begleitverletzungen besser abgeklärt werden.

Die Indikation zur operativen Versorgung des Kreuzbandes ist die klinisch festgestellte Instabilität, die unbehandelt zur posttraumatischen Arthrose mit Meniskusschäden führt. Je nach Rissart muss das verletzte Kreuzband durch ein körpereigenes Transplantat ersetzt werden. Ist ein Kreuzband direkt am knöchernen Ursprung oder Ansatz gerissen, so kann dieses reinseriert und erhalten werden.

Transplantate:

Als körpereigenes Kreuzbandtransplantat verwendet man einerseits kniegelenksnahe gelegene Sehnen (Musculus semitendinosus und semimembranosus, „Hamstrings“), die vierfach gelegt ein stabiles Transplantat bilden.

Andererseits kann das mittlere Drittel der Kniescheibensehne (Ligamentum patellae) mit endständigen Knochenblöcken gewählt werden, um ein gerissenes Kreuzband zu ersetzten, sowie ein Sehnenstreifen aus der Quadrizepssehne, mit oder ohne Knochenblock von der Kniescheibe.

In speziellen Fällen kann ein Kunstband eingesetzt werden.

Die Verankerung des jeweiligen Transplantates erfolgt mit Interferrenzschrauben, Plättchen oder speziellen Pins, die aus Titan oder einem bioresorbierbarem Material bestehen können.

Die Wahl des entsprechenden Transplantates muss mit dem Patienten individuell besprochen werden, um dem jeweiligen Verletzungsmuster gerecht zu werden.


Es besteht prinzipiell die Möglichkeit einen Kreuzbandriss konservativ zu behandeln, jedoch kann meistens keine ausreichende Stabilität durch alleinige Physiotherapie erreicht werden. „Giving way Attacken“ treten meist weiterhin auf, die neben Schmerzen zu wiederkehrender Schwellneigung  und irreversiblen Schäden an Menisci und Knorpel führen.

Bei komplexen Kniebandverletzungen (z. B. „Unhappy triad“), knöchernen Ausrissen des vorderen Kreuzbands, zusätzlichen Meniskusläsionen, fehlender muskulärer Kompensation nach intensiver Physiotherapie, sowie bei sportlich aktiven Personen sollte eine operative Behandlung unbedingt durchgeführt werden.


Revisionskreuzbandplastik

Eine Revisionskreuzbandplastik ist dann nötig, wenn bereits eine Operation zum Bandersatz durchgeführt wurde und:

  • Eine neuerliche Ruptur vorliegt
  • Das Kreuzband nicht eingeheilt ist
  • Eine Fehlpositionierung vorliegt
  • Eine Bohrkanalerweiterung aufgetreten ist
  • Das Band zu locker eingebaut wurde
  • Das Implantat versagt hat
  • Anatomische Gegebenheiten präoperativ nicht beachtet wurden (z.B. Slope Tibia)

Nach einer eingehenden klinischen Untersuchung müssen:

Röntgen konventionell
Röntgen Beinachsenbilder
Magnetresonanztomographie
Computertomographie

Durchgeführt werden.

Anschließen wird über das weitere operative Vorgehen entschieden. Abhängig von den bereits verwendeten Transplantaten und dem Zustand des Knochens kann einzeitig  (1 OP) oder zweizeitig (2 OP) vorgegangen werden.

Besprechen Sie Ihren Fall bei einem persönlichen Termin mit Ihrem Spezialisten für Revisionskreuzbandplastik!


Kindliche Kreuzbandverletzung

Die Kindliche Kreuzbandverletzung stellt einen Sonderfall dar, tritt jedoch immer öfter auf, da Kinder und Jugendliche häufiger Kontaktsportarten mit hohem Verletzungspotential ausüben (z.B. American Football)

Rupturarten:

Es kann zu einer Zerreißung der Kreuzbänder, wie beim Erwachsenen auch, in Bandmitte kommen, oder es kommt zu einem knöchernen Ausriß des Bandes an der Unterschenkelseite. Dies nennt man Eminentia intercondylaris Ausriß.

Ein instabiles kindliches Knie sollte, je nach Schweregrad, einer operativen Therapie zugeführt werden. Hierbei muss der Kreuzbandersatz so durchgeführt werden, dass die Wachstumsfugen möglichst nicht beschädigt werden.
Dies geschieht mit der „all inside“ Kreuzbandplastik, die OA. Dr. Mark Schurz praktiziert.


Kindliche Kreuzbandverletzung

Knöchern ausgerissene Kreuzbänder werden ebenso  durch OA. Dr. Mark Schurz minimalinvasiv arthroskopisch refixiert. Das Gelenk muss hierfür nur über Stichinzisionen eröffnet werden!

Knorpelschaden

Ursache:

Dieser kann auf einer degenerativen (abnutzungsbedingt) Basis entstehen, oder traumatisch (unfallbedingt) bedingt sein.
Eine Sonderform stell die OCD- Osteochondrisis dissecans dar, die einen stadienhaften Verlauf hat und unter anderem spontan entstehen kann. Hierbei handelt es sich um ein schleichendes Absterben des Knorpelgewebes durch Unterversorgung und/oder Überbelastung.

Lokalisation:

Häufige Lokalisationen eines Knorpelschadens am Kniegelenk sind die innere und äußere Seite der Oberschenkelrollen (Femurcondylen), die je nach Beinachse (X oder O-Bein) assmmetrisch belastet werden. Weiters das Kniescheibengleitlager, welches einerseits durch chronische Überbeanspruchung, andererseits traumatisch, z.B. nach Kniescheibenverrenkung, geschädigt werden kann.

Prognose:

Besteht ein Schaden am Knorpel, so hat dieser eine sehr schlechte Spontanheilungstendenz, wodurch sich das Schadensausmaß in der Regel mit der Zeit vergrößert und die Beschwerdesymtomatik zunimmt. Isolierte Knorpelschäden können sich vergrößern, wodurch sich sukzessive eine Arthrose ausbildet.

Diagnose:

Die Diagnose wird primär klinisch (Schmerzen) und nativradiologisch  (Röntgen) gestellt, eine Magnetresonanztomographie (mit knorpelspezifischen Sequenzen) ist unbedingt nötig.

Lokalisation:

Häufige Lokalisationen von isolierten Knorpleschäden sind:

  • Kniegelenk und Kniescheibe
  • Sprunggelenk
  • Hüftgelenk
  • Schultergelenk
  • Handgelenk
  • Ellbogengelenk

Therapie:

Konservativ kann ein Knorpelschaden mit Hyaluronsäureinjektionskuren und entlastende Maßnahmen, sowie in speziellen Fällen mit Infusionstherapien behandelt werden.

Operativ gibt es mehrere Möglichkeiten. Es muss je nach Defektausmaß, Beschaffenheit und Lokalisation entschieden werden, welches Verfahren geeignet ist.

Fragmentrefixation:

Abgescherte größere Knorpelfragmente können mittels Schrauben oder Pins fixiert werden.

Defektanbohrung:

Durch die Anbohrung (Pridie Bohrung, Mikrofrakturierung) des freiliegenden Knochens gelangen pluripotente Stammzellen an die Oberfläche, bilden einen Blutkuchen (Blood Clot), woraus sich ein Ersatzfaserknorpel bilden kann. Der Eingriff kann arthroskopisch erfolgen, postoperativ muss das Gelenk entlastet werden.


Knorpelschaden

Mosaikplastik (OATS=osteochondral autologous transplantation):

Bei dieser Methode wird das defekte Knorpelareal mit einer Zylinderstanze entfernt und mit einem Knorpel-Knochen Zylinder entsprechender Größe ersetzt. Dieser wird aus einem randständigen Areal des Knorpelbelags entnommen, der wenig belastet und benötigt wird. Der Eingriff kann ebenfalls arthroskopisch durchgeführt werden, das Gelenk muss postoperativ entlastet werden.


Mosaikplastik

Alternativ kann ein künstlicher Knorpelzylinder gewählt werden – BioCartilage.


BioCartilage

Knorpelzelltransplantation:

Um Knorpel transplantieren zu können, muss in einem primär arthroskopischem Eingriff eine Biopsie entnommen werden, woraus über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen körpereigener Knorpel gezüchtet wird. Dieser wird in einer sekundären Operation in den Knorpeldefekt implantiert.

Postoperativ muss das Gelenk ruhiggestellt und entlastet werden.

Kniescheibenverrenkungen (Patellaluxation)

Kniescheibenverrenkung – Patellaluxation

Die Kniescheibe (Patella) kann spontan bei einer ungünstigen Bewegung aus dem Gleitlager springen (luxieren), oder durch ein direktes Trauma aus der Bahn gebracht
werden, wobei die erstgenannte Variante deutlich überwiegt.

Es gibt viele prädisponierende Faktoren für eine spontane Patellaluxation, die wichtigsten sind:

  • X-Beinstellung
  • Schwache innere Oberschenkelstreckermuskulatur (Musculus vastus medialis)
  • Flaches Gleitlager am kniegelenksbildenden Oberschenkelknochen
  • Abgeflachtes Kniescheibengleitlager
  • Abnorme Kniescheibenform
  • Hochstehende Kniescheibe
  • Abnormer Kniescheibensehnenvektor – TT-TG Abstand
  • Rotationsstellung des Schenkelhalses, die die Rotationsstellung des Kniegelenkes mitbestimmt

Diagnostiziert wird die Kniescheibenverrenkung klinisch. Diese sollte so kurz wie möglich belassen werden und durch einen gekonnten Handgriff eingerenkt werden, um den Knorpelbelag zu entlasten. Nach erfolgter Reposition muss das Kniegelenk in Streckstellung fixiert werden, um ein nochmaliges Herausspringen der Patella zu verhindern.

Kommt es zu einer Patellaluxation, so erfolgt diese zumeist nach außen. Dabei kann es zu einer Abscherfraktur im Bereich der Innenseite der Kniescheibe kommen, wodurch ein Knochen-Knorpelstück (osteochondrales Fragment) abbrechen kann. Ist dies der Fall, so sollte möglichst rasch eine operative Intervention erfolgen, um das abgescherte Fragment in Stellung zu bringen und mit resorbierbaren Implantaten zu fixieren. Je schneller der Eingriff erfolgt, desto besser ist die Einheilungsprognose.

Liegt kein osteochondrales Fragment nach einer Patellaluxation vor, kann man sich für eine konservative Therapie entscheiden. In diesem Fall muss jedoch gewährleistet sein, dass keine prädisponierenden Faktoren vorliegen, da sonst die Erfolgsaussichten auf Heilung ohne nochmalige Luxation gering sind.

Gibt es prädisponierende Faktoren, so ist auch bei der erstmaligen Verrenkung (mit oder ohne Abscherfragment) der Kniescheinbe ein operativer Eingriff indiziert.

Im Falle eines operativen Eingriffes muss abgeklärt werden, ob die kniegelenksnahen Wachstumsfügen noch offen, oder bereits verschlossen sind.

Es kann eine

  • primäre Naht
  • Mediale Raffung
  • Sehnenersatzplastik innenseitig – MPFL Rekonstruktion
  • Knöcherne Korrektur am Kniescheibensehnenansatz - Tuberositasversetzung
  • Knöcherne Korrektur des Kniescheibengleitlagers
  • Detorsionsosteotomie am Ober oder Unterschenkel

durchgeführt werden.

Die geeignete Therapievariante ist individuell auf jeden Patienten abzustimmen, die präoperative Diagnostik sollte mittels konventionellem Rönten und Magnetresonanztomographie (MRT) erfolgen.


MPFL – Rekonstruktion nach Kniescheibenverrenkung

Minimalinvasive „state of the art“ Versorgung der Patellaluxation

Bei der  erstmalige Verrenkung der Kniescheibe nach außen (Patellaluxation) kommt es  immer zu einem Reißen der innenseitigen Kniehaltebänder (mediales Retinakulum/ MPFL = Mediales Patello-Femorales Ligament). Hierdurch erhöht sich besonders im Rahmen bestimmter Risikofaktoren die Gefahr einer erneuten Verrenkung der Kniescheibe.
Bei der erstmaligen Kniescheibenverrenkung kann das innenseitig gerissene Gewebe direkt genäht werden, eventuelle Knorpelschäden müssen entsprechend der Größe versorgt werden.
Bei wiederholten Verrenkungen der Kniescheibe muss in den meisten Fällen eine Ersatzoperation des medialen patellofemoralen Ligamentes (MPFL) erfolgen.
Bei dieser minimalinvasiven Methode wird der gerissene Kniescheibenhalteapparat derart rekonstruiert, dass das dreieckförmige Band (MPFL), welches zwischen der Innenseite der Kniescheibe und dem Oberschenkelknochen verläuft, durch eine Sehne ersetzt wird. Dadurch wird gesundes und "reißfestes" körpereigenes Gewebe in den Defekt eingebracht. Hierzu wird eine Sehne (Grazilissehne) über einen kleinen Schnitt auf der Innenseite des Unterschenkels gewonnen und dann unter entsprechender Vorspannung am inneren Kniescheibenrand und am Oberschenkelknochen fixiert.
Diese Operationsmethode wird minimalinvasiv unter arthroskopischer Kontrolle durchgeführt, wodurch Schmerzen minimiert und eine frühzeitige Mobilisation des Kniegelenkes ermöglicht werden.

Nach der Operation trägt man eine Bewegungsschiene für 6 Wochen und biegt das Knie in der Zeit nur bis 90° ab. Belastung des Beines ist erlaubt. Durch eine unmittelbar nach der Operation begonnene Physiotherapie wird der Heilungsprozess unterstützt.

Sport ist 3 Monate nach der Operation wieder möglich!


Kniescheibenverrenkung

Plicasyndrom

Einklemmungssyndrom mit Schmerzen an der Innenseite der Kniescheibe. Hier klemmt sich eine übergroße Schleimhautfalte ein.

Therapie: bei Beschwerden wird die Schleimhaustfalte arthroskopisch über 2 kleine Hautinzisionen entfernt.

Postoperativ ist nur eine kurze Physiotherapie nötig.

Freie Gelenkkörper

Freie Gelenkkörper können entstehen, wenn abgesplitterte Knorpel- oder Knochenteile im Knie verbleiben und sich dort frei bewegen. Dadurch können sie sich im Gelenk verklemmen und Beschwerden und Schmerzen hervorrufen.

Therapie:
Entfernung in arthroskopisch minimalinvasiver Technik.

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