Navigation OA. Dr. med. univ. Mark Schurz

Health Service Center - Wiener Privatklinik
Lazarettgasse 25, A-1090 Wien Tel.: 0676 / 97 400 49

OA. Dr. Mark Schurz Unfallchirurg & Sporttraumatologe

» Jetzt zur ONLINE-Terminbuchung

Methoden & Therapien - Hand und Ellbogen Ellbogen- und Handgelenkschirurgie

Carpaltunnelsyndrom

Das Carpaltunnelsyndrom ist das häufigste aller peripheren Nervenkompressionssyndrome und wird durch eine Kompression des Nervus Medianus hervorgerufen. Auslösend ist eine Engpasssituation beugeseitig am Handgelenk, die durch eine Bandstruktur (Ligamentum carpi transversum) ausgelöst wird.


arpaltunnelsyndrom

Die Beschwerden äußern sich durch ein Kribbeln („Ameisenlaufen“) im Bereich des Daumens, des Zeige- und Mittelfingers, sowie Schmerzen, und Taubheitsgefühl. In weiterer Folge kommt es zum Muskelschwund am Daumenballen und einer Daumenschwäche.


Arpaltunnelsyndrom

Die Beschwerden treten vorerst in Ruhephasen auf, vernachlässigt man die Symptome kann es zum Dauerschmerz mit bleibenden Folgen kommen. Die Schmerzen können im Anfangsstadium durch Überstreckung des Handgelenkes und Beklopfen provoziert werden.

Als diagnostische Maßnahmen sollten, neben der klinischen Diagnose, ein Röntgen des Handgelenkes, sowie eine Nervenleitgeschwindigkeit durchgeführt werden.

Die Beschwerden können durch einen operativen Eingriff vollständig behoben werden.

Dabei wird über eine ca. 3-4 cm Hautinzision in der Hohlhandfalte das beugeseitige Handgelenksquerband durchtrennt und dem beschädigten Nerven somit wieder ausreichen Platz geboten, um sich zu regenerieren.

Der Eingriff kann ambulant in lokaler oder allgemeiner Betäubung erfolgen.

Schnellender Finger – Triggerfinger

Der schnellende Finger entsteht durch eine relative Enge des A1-Ringbandes, einer Struktur, die die Beugesehnen im Bereich des Mittelhand-Finger Überganges in Position halten.

Es kann zu Verdickungen im Bereich der Beugesehnen kommen, die beim Gleiten durch das Ringband zu einer schnellenden Bewegung führen.


Triggerfinger

Die Therapie besteht im Durchtrennen des Ringbandes über eine ca. 2cm Hautinzision, sofort kann der Finger wieder frei bewegt werden.

Der Eingriff kann in lokaler Betäubung erfolgen.

Dupuytren´sche Kontraktur

Die Dupuytren´sche Kontraktur ist eine Erkrankung im Bereich der Handinnenseite.

Es bilden sich narbige Knoten und Stränge aus, die sukzessive die betroffenen Finger in eine Beugestellung zwingen und dadurch die Beweglichkeit einschränken.

Die Erkrankung tritt mit einem Gipfel im mittleren Lebensalter auf, betrifft Männer häufiger als Frauen.

Konservative Therapien: Infiltrations mit Enzymlösung (nebenwirkungsreich, 2 Eingriffe erforderlich).

Operativ wird der narbige Strang entfernt.(partielle Fasciectomie), um eine Heilung zu erlangen. Hierbei werden die Inzisionen in die Handbeugefalten gelegt, um ein möglichst ästhetisches Ergebnis erzielen zu können.


Skidaumen – Torwartdaumen – Ruptur des ulnaren Daumenseitenbandes

Eine typische Verletzung des Schifahrers oder Torwartes ist der Riss des ulnaren (inneren) Daumenseitenbandes.

Die Ruptur entsteht durch den Sturz mit dem Daumen auf den Schistock, bzw. durch den Ball, der den Daumen vom Zeigefinger weg (nach radial) verbiegt.

In beiden Fällen kommt es zum Abriss einer für den Daumen wichtigen Bandverbindung, die für einen festen Griff der Hand bzw. des Daumens verantwortlich ist.

Bleibt die Ruptur unerkannt oder falsch behandelt, so rutscht der Daumen beim Anheben eines Gegenstandes (z.B. Trinkglas) weg und die Hand verliert somit seine Funktion!

Die Diagnose wird klinisch gestellt, eine Röntgenuntersuchung ist obligat. Es kann zu einem knöchernen Ausriss des Daumenseitenbandes kommen, oder rein ligamentär (nur das Band) reißen.

Je nach Rissart muß entschieden werden, ob ein operatives Verfahren nötig ist, oder konservativ behandelt werden kann.


Skidaumen

In beiden Fällen ist eine physikalische Behandlung zur Mobilisation und Kräftigung des Daumens unerlässlich.

Tendovaginitis stenosans De Quervain

Diese Erkrankung betrifft die Sehnen des 1. Strecksehenfaches (M. abductor pollicis longus und des M. extensor pollicis brevis), die durch eine relative Enge behindert werden. Dadurch kommt es zu einer immer stärker werdenden Entzündung, die Schmerzen bereitet. Diese treten zuerst bei Handgelenks- und Daumenbewegung auf, später auch in Ruhe.


Tendovaginitis stenosans De Quervain

Ursache ist meist eine Überlastung dieser Sehnen oder Veranlagung.

Das 1. Strecksehnenfach ist daumenseitig am Handgelenk lokalisiert und führt die Sehnen in ihrer Laufrichtung.

Die Diagnose wird klinisch gestellt.

Der Finkelsteintest gilt als positiv, wenn Schmerzen bei passiver Beugung des Daumens und Bewegung des Handgelenles nach kleinfingerwärts auftreten.

Es besteht die Möglichkeit eines Therapieversuches mit konservativen Maßnahmen (Ruhigstellung, Salbenverbände, Infiltration mit Cortison), jedoch führt dies meist nur zu einer vorübergehenden Linderung des Beschwerdebildes.

Eine endgültige Heilung kann durch die operative Therapie mittels Spaltung des ersten Strecksehenfaches erlangt werden. Durch die Spaltung kommt es zu einer ausreichenden Dekompression und die Entzündung kann abklingen. Hierfür ist ein nur ca 2-3 cm langer Hautschnitt am Handgelenk nötig. Der Eingriff kann ambulant in lokaler Betäubung erfolgen.

Discus Triangularis Ruptur – TFCC Läsion

Kommt es durch einen Sturz oder durch chronische Überlastung zu einer Ruptur oder Läsion des Discus Triangularis, so muss, je nach Art der Verletzung, eine minimalinvasive Sanierung bei anhaltenden Beschwerden ausgeführt werden.

Der Eingriff kann in arthroskopischer Technik über 2-3 kleine Stichinzisionen erfolgen.

Ganglien und Lipome

Ganglien sind Zysten, die von Gelenkskapseln und Sehnenscheiden auswachsen können und in Größe und Lokalisation variieren.
Abhängig von deren Größe können sie Druckschmerzen und Bewegungseinschränkungen erzeugen.

Durch eine Punktion kann die Zystenflüssigkeit abgesaugt werden, jedoch kommt es oft zu einem neuerlichen Anschwellen des Ganglions. Endgültig entfernt kann ein Gangliuon nur durch eine „Exstirpation“ werden. Bei diesem kleinen Eingriff  wird die gesamte Zyste entfernt.


Ganglien und Lipome Ganglien und Lipome

Ein Lipom ist ein Geschwulst des Unterhautfettgewebes und erzeugt je nach Größe und Lokalisation Beschwerden bei Bewegung, bzw. stellt ein kosmetisches Manko dar.

Lipome können leicht über einen kleinen Hautschnitt entfernt werden.

Epicondylitis – Tennis & Golferellbogen

Eine Epicondylitis kommt durch repetitive chronische Überlastung eines Sehnenansatzes zustande. Dadurch wird eine lokale chronische Entzündungsreaktion ausgelöst, die die Beinhaut schädigt.

Therapie:

Primär konservativ:

  • Entzündungshemmende Medikamente und Salben
  • Physiotherapie
  • Ultraschall
  • Brace
  • Infiltrationen – ACP
  • Schonung für 6 Wochen !!!


Bei anhaltenden Beschwerden wird eine Denervierungsoperation nach Hohmann ausgeführt.

Handgelenksarthroskopie

Bei der Gelenkspiegelung des Handgelenkes können Schäden am Discus triangularis (TFCC) in minimalinvasiver Technik behoben werden, sowie Knorpelschäden geglätten und freie Gelenkkörper entfernt werden.
Bei der Handgelenkarthroskopie wird über 2-3 Stichinzisionen operiert, wodurch die OP-Zeit drastisch verkürzt werden kann.
Handgelenksarthroskopien können ambulant ausgeführt werden.

Bizepssehnenausriss am Ellbogen – distaler Bizepssehnenausriss

Beim der distalen Bizepssehnenverletzung kommt es zu Abriss der Sehne vom ellbogennahen Ansatz an der Speiche (Radius).

Dies kann durch heben schwerer Lasten, oder durch ruckartige Bewegungen beim Sport, z.B. beim Krafttraining oder Wakeboarden, passieren.

Diagnose:

Die Diagnose wird klinisch gestellt. Ein Röntgen ist obligat. Eventuell kann ein Ultraschall oder / und eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden.

Durch die Verletzung kommt es zu einer Schwächung der Ellbogenbeugung und der Umwendbewegung des Unterarms nach „außen“ (Supinationsschwäche).

Therapie:

Beim aktiven Patienten sollte diese Verletzung operativ behandelt werden. Es wird bei der Operation die abgerissene Sehne über eine kleine Inzision in der Ellenbeuge aufgesucht und an die anatomische Position in einen Knochenkanal fixiert. Zur Fixation wird ein Titanplättchen und eine Schraube verwendet.

Mit dieser Versorgungsmethode ist eine funktionelle Nachbehandlung möglich. Das heißt, dass nur für 14 Tage eine Armschlinge getragen werden muss. Mit einer Physiotherapie kann sofort nach der OP begonnen werden.


Bizepssehnenausriss am Ellbogen – distaler Bizepssehnenausriss

Ellbogenluxation – Ellbogenverrenkung

Die Ellbogenverrenkung geschieht durch Sturz auf den ausgestreckten Arm, oder durch eine hohe rotierend einwirkende Kraft auf das Ellbogengelenk.

Bei der Verrenkung kommt es häufig zu Rupturen der Ellbogenseitenbänder und/oder zu Abscherbrüchen der Gelenksflächen (Speichenköpfchenfraktur, Kronenfortsatzfraktur), die je nach Schweregrad operativ zu korrigieren sind.
Die Ellbogenluxation kann im Kindes- und Erwachsenenalter auftreten.

Als primäre Maßnahme nach einer Ellbogenluxation sollte, nach entsprechender radiologischer Diagnostik, eine sofortige Einrenkung des Gelenkes unter Schmerzausschaltung erfolgen, um Schäden an der Durchblutung des Armes, sowie an den Nerven zu vermeiden. Eine primäre Ruhigstellung erfolgt am besten in einem Gipsverband oder einer entsprechenden Orthese.

Als weiterführende Abklärung ist eine Magnetresonanztomographie sinnvoll, um Schäden am Knorpel und den Bandstrukturen detektieren zu können.

Liegt eine massive Bandzerreißung vor, so sollte diese rekonstruiert werden.
Befinden sich nach einer Ellbogenluxation Knorpel- und/oder Knochenteilchen im Gelenk, so sollten diese entfernt werden.

Kommt es nach einer konservativen Behandlung zu einer Bewegungseinschränkung des Ellbogengelenkes, so sollte eine Mobilisierung des Gelenkes in arthroskopischer Technik erfolgen, um ein chronisches Einsteifen zu verhindern und die Funktion zu verbessern.


Ellbogenluxation – Ellbogenverrenkung
Das YourRate-Siegel - Für Transparenz und Vertrauen
Jetzt Bewerten