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OA. Dr. Mark Schurz Unfallchirurg & Sporttraumatologe

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Methoden & Therapien - Frakturen und Fehlstellungen Ihr Sportarzt und Unfallchirurg in Wien – Frakturen und Fehlstellungen

Frakturen - Gelenksrekonstruktionen

Ein Knochenbruch wird als Fraktur bezeichnet.

Die primäre Abklärung einer Fraktur erfolgt nach einer klinischen Untersuchung mittels Röntgen, eventuell ist zur genaueren Beurteilung eine Computertomographie nötig.

Jeder Knochenbruch sollte, wenn disloziert, in lokaler Betäubung in die korrekte Position gebracht werden (Reposition) und mit einem Gipsverband oder einer anderen adäquaten Ruhigstellung (Schiene) versorgt werden.

Prinzipiell kann die Knochenbruchbehandlung operativ oder konservativ erfolgen. 

Abhängig von der Frakturart und –lokalisation wird die Indikation zur operativen Behandlung gestellt, wobei das Ziel die anatomische Rekonstruktion, vor allem der Gelenksfläche, der exakten Knochenlänge und der Rotation darstellt. Oft gelingt es nicht mit konservativen Maßnahmen eine adäquate Rekonstruktion, vor allem der Gelenkfläche, zu erreichen. Dann muss der Bruch offen eingerichtet werden können.

Zur Fixation der Bruchfragmente werden Stahl oder Titanplatten verwendet, die je nach Bedarf auch winkelstabil im Knochen mit Schrauben verankert werden.


Frakturen - Gelenksrekonstruktionen

Der Knochen kann somit in anatomischer Stellung verheilen, ein zusätzlicher Gipsverband ist, abhängig von der Knochenstruktur, nach einer operative Stabilisierung nicht nötig. Somit kann sofort nach der Operation mit der physikalischen Therapie begonnen werden, wodurch eine schnellere Rehabilitation erreicht werden kann.

Beispiel


Handgelenksfraktur Handgelenksfraktur
Handgelenksfraktur Handgelenksfraktur

Pseudoarthrosenbehandlung - Knochenbruchfehlverheilungsbehandlung

Als Pseudoarthrose wird ein fehlverheilter Knochenbruch bezeichnet. Es kommt dabei zur Ausbildung eines „Falschgelenkes“ anstatt eines stabilen Knochenkallus.

Eine Pseudoarthrose kann prinzipiell an jedem Knochen entstehen und wird als solches bei Ausbleiben der knöchernen Heilung länger als 6 Monate bezeichnet.

Es kommt in der Pseudoarthrose zu einer pathologischen Beweglichkeit. Das heißt, es entstehen gelenksartige Bewegungen am Knochen, die rein anatomisch nicht gegeben sind.

Es gibt mehrere Arten der Pseudoarthrose, grob kann man sie in überschießend wachsende (hypertrophe) und gewebsabbauende (hypotrophe) Pseudoarthrosen unterteilen.

Abhängig von der Lage können Pseudoarthrosen Schmerzen bereiten (z.B. am Schlüsselbein, Claviculapseudoarthrose), oder aber zusätzlich eine funktionelle Einschränkung erzeugen (z.B. am Schienbein, Tibiapseudoarthrose), wodurch eine Belastung des Knochens unmöglich wird.

Diagnostiziert wird die Pseudoarthrose, neben der klinischen Untersuchung, durch die Röntgenuntersuchung und der Computertomographie.

Als konservative Maßnahme zur Pseudoarthrosentherapie gibt es die Stoßwellenbehandlung. Führt diese Maßnahme nicht zur Heilung, bzw. liegt ein knöcherner Defekt vor, muss ein operativer Eingriff erfolgen, um eine Heilung erzielen zu können.

Dabei muss das Falschgelenk, das aus einer faserigen Struktur besteht, ausgeschnitten und der Defekt gegebenenfalls mit körpereigenem Knochen ersetz werden. Dieser wird über eine minimalinvasive Technik über einen ca 3cm Hautschnitt aus dem Beckenkamm gewonnen. Der betroffene Knochen wird anschließend mit einer Titan- oder Stahlplatte fest im Knochen fixiert, damit die knöcherne Heilung ungestört ablaufen kann. Abhängig von der Lage und Größe des Knochens können auch andere Implantate zur Fixation verwendet werden (Intramedullärer Nagel).


Pseudoarthrosenbehandlung - Knochenbruchfehlverheilungsbehandlung

Fehlstellungen von Knochen - Achskorrekturoperationen

Korrekturosteotomien sind notwendig, um Achsfehlstellungen eines Knochens zu korrigieren.

Diese können in Folge eines fehlverheilten Knochenbruches auftreten, oder aber abnützungs- (Arthrose) oder anlagebedingt bestehen. Durch die neu eingetretene Fehlstellung kommt es zu einer Fehlbelastung der angrenzenden Gelenke, zu Schmerzen und einer vorzeitigen Abnützung.

Häufig durchgeführte Korrekturosteotomien sind:

  • Kniegelenksnahe Osteotomien bei O- oder X-Bein
  • Osteotomie nach fehlverheilter Handgelenksfraktur
  • Osteotomie von fehlverheilten Mittelhand- oder Fingerknochen
  • Osteotomie am Großzehenstrahl (Hallux valgus)

Die Stellung des korrigierten Knochens wird mit einem metallischen Implantat gesichert. In manchen Fällen muss zur Defektauffüllung körpereigener Knochen eingesetzt werden.

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