Navigation OA. Dr. med. univ. Mark Schurz

Health Service Center - Wiener Privatklinik
Lazarettgasse 25, A-1090 Wien Tel.: 0676 / 97 400 49

OA. Dr. Mark Schurz Unfallchirurg & Sporttraumatologe

» Jetzt zur ONLINE-Terminbuchung

Methoden & Therapien - Knochenmarksödem – Bone Bruise Unfallchirurg in Wien – Knochenmarksödem – Bone Bruise

Transitorisches Knochenmarködem - Transiente Osteoporose

Definition

Vermehrte Wasseransammlung im Knochen, die sich durch eine Signalanhebung in den wassersensitiven Sequenzen der Kernspintomographie (MRT) zeigt und auf einer Ödem- oder Hämatombildung im Knochen beruht.

Vorkommen

Knochenmarködeme treten im Bereich des Hüft- und Kniegelenks sowie an Fuß- und Sprunggelenk auf.

Es werden

  • mechanische
  • metabolische
  • ischämische
  • sowie reaktiv/degenerative

Ursachen unterschieden.
Der pathologische Wert der beschriebenen Veränderungen muss anhand der klinischen Symptomatik bestimmt werden, da sich Knochenmarködeme zu einem hohen Prozentsatz auch in der beschwer
defreien Normalbevölkerung finden.

Diagnostik

Die Diagnosestellung erfolgt anhand des MRT-Befunds, wo sich ein diffuser Signalverlust in T1 und eine Signalerhöhung in T2 zeigt.
Zur Bestimmung der Ursache eines Knochenmarködems sind eine detaillierte Anamnese und gegebenenfalls ergänzende Laboruntersuchungen notwendig.
Mikrofrakturen können auch in einer Dünnschicht-CT-Untersuchung nachgewiesen werden.

Therapie

Orientiert sich an der Schwere der Knochenschädigung und der klinischen Symptomatik.

Konservative/symptomatische Therapie

Frühzeitige Mobilisierung unter Entlastung der betroffenen Gelenke für 6 Wochen.
 Auf eine externe Ruhigstellung kann in der Regel verzichtet werden, da die Stabilität des Knochens erhalten ist. Ergänzend werden gegebenenfalls Lymphdrainage und krankengymnastische Mobilisation der betroffenen Extremität durchgeführt.
Eine Belastungssteigerung ist meist nach sechs Wochen möglich. MRT-Verlaufsuntersuchungen ermöglichen die Beurteilung der Knochenheilung.

Medikamentöse Therapie

Traumatische Knochenmarködeme: In der akuten Phase Analgetika=Schmerzmittel, wobei aufgrund ihres negativen Einflusses auf die Knochenheilung auf nicht-steroidale Antiphlogistika verzichtet werden sollte.
Illomedin Infusionstherapie über 5 Tage.
Gegebenenfalls ergänzend 1.000 mg Kalzium und (in den Wintermonaten) Vitamin D3, wobei hierfür keine wissenschaftliche Evidenz besteht.
Metabolisches Knochenmarködem: Nicht-steroidale Antiphlogistika in Kombination mit Entlastung (siehe oben) stellen die Therapie der ersten Wahl da. Gegebenenfalls Gabe von Vitamin D3 und Kalzium sowie Bisphosphonaten (siehe oben).
Für die Ilomedin-Therapie (ausschließlich unter stationären Bedingungen) besteht eine Indikation bei therapierefraktärem Verlauf, insbesondere bei ausgeprägtem Nachtschmerz.

Operative Therapie

Eine Markraumanbohrung bei Vorliegen eines transitorischen Knochenmarködems kann den Krankheitsverlauf abkürzen.

Bewertung

Für das traumatische und metabolische Knochenmarködem ist die Prognose unter entsprechender Therapie gut. Ein Zusammenhang zwischen vorangegangenem traumatischen Knochenmarködem und sekundärem Knorpelschaden wird diskutiert.

Das YourRate-Siegel - Für Transparenz und Vertrauen
Jetzt Bewerten